Vor einigen Wochen fragte mich die Web-Agentur FORK , ob ich Interesse an einem Job hätte: Ich sollte den Chef von Ritter Sport , Alfred Ritter, für die neue Website des Unternehmens interviewen. Grundsätzlich kommen Dienstleistungsanfragen immer sehr gelegen, denn Spreeblick ist als Unternehmen eine zwar inzwischen recht gut funktionierende, aber immer noch ziemlich wilde Mischkalkulation. PR-Geschichten lehne ich jedoch meistens ab, denn oft muss man sich an die langweiligen Vorgaben der Agentur halten und fühlt sich hinterher irgendwie „benutzt“. In diesem Fall aber sagte ich zu. Zum Einen, weil mir FORK komplette Freiheit beim Interview zusicherte (was nachher von dem Dreh tatsächlich auf der Site erscheint, kann ich natürlich trotzdem nicht beeinflussen), zum Anderen, weil ich über Alfred Ritter schon einiges gelesen hatte und daher die Aussicht auf ein Gespräch mit dem Mann nach einigen spannenden Stunden klang. Das Honorar stimmte auch, also flog ich vor einigen Wochen nach Stuttgart, genauer gesagt nach Waldenbuch. Manchmal, wenn ich Menschen treffe, die in ruhigeren Gebieten als Berlin leben, habe ich Visionen von einem Häusschen auf dem Lande, von einer endlosen Wiese, auf der die Kinder herumtollen, bis sie völlig müde und glücklich und vor allem freiwillig ins Bett gehen. Dagegen hilft dann meistens ein David-Lynch-Film, in dem lauter böse Menschen eine Kleinstadt zum Sündenpfuhl machen, danach ist wieder alles gut. Dabei is ...